Ausstellungen
Die Geschichte von Zandvoort wird anhand von interaktivem Sammlungsmanagement, organisierten Wanderungen durch das alte Zentrum des Dorfes und dem Kulturerbe-Lehrplan für Grundschulen ausführlich besprochen. Darüber hinaus findet sich in den verschiedenen Stiltüren des Museums die Nostalgie des alten Zandvoort wieder.
Das Leben der Erinnerungen (immer zu sehen)
In The Life of Memories steht das Zusammenspiel zwischen persönlichen Geschichten und Museumsobjekten im Mittelpunkt. Gemeinsam bilden sie das kollektive Gedächtnis von Zandvoort – nicht als feststehende Vergangenheit, sondern als lebendiges Erbe voller Bedeutung. Jedes Objekt erhält seinen Wert durch die Geschichten von Bewohnern, Besuchern und Augenzeugen.
Ihre Erinnerungen machen die Vergangenheit greifbar und menschlich. Sie zeigen, wie Geschichte geteilt, weitergegeben und erlebt wird. So bleibt das Erbe von Zandvoort nicht nur in Vitrinen bewahrt, sondern auch lebendig in Worten, Gefühlen und Erfahrungen – als etwas, das lebt, berührt und verbindet, Generation für Generation.
Art in Residence / Kunstlogies
(20. Sep. 2025 – 6. Sep. 2026)
In Kunstlogies empfängt Zandvoort besondere Gäste: Gemälde aus der Sammlung des Amsterdam Museums ‚logieren‘ vorübergehend im Zandvoorts Museum. Alte Meister und zeitgenössische Kunst begegnen sich hier in einem neuen Kontext.
So erhält das Publikum die Chance, ikonische Kunstwerke außerhalb der Stadt zu bewundern und sie in einer überraschenden Umgebung zu erleben. Speziell für diese Edition sind Werke mit Zandvoort als Thema zu sehen. Ein Höhepunkt ist das Gemälde von Cornelis Springer (1817–1891), der 1863 die Dorfkirche mit einem Auge für feine Details festhielt – eine Ode an das Küstendorf aus dem 19. Jahrhundert.
Entdecken Sie Zandvoort durch die Augen der Künstler, damals und heute.
Sculpture Now!
(20. Sep. 2025 – 18. Jan. 2026)
Drei Künstler, drei Materialien – Bronze, Keramik und Stein – kommen in einer inspirierenden Ausstellung zusammen. Sculpture Now! zeigt, wie vielseitig räumliche Kunst sein kann: von monumentalen Skulpturen, die beeindrucken, bis hin zu stillen Formen, die zur Kontemplation einladen. Klassische Materialien erhalten eine zeitgenössische Bedeutung, wobei Tradition und Innovation Hand in Hand gehen. Die Künstler zeigen ihr Handwerk und ihre eigene Vision von der Kraft der dreidimensionalen Kunst. So wird sichtbar, wie Skulptur immer wieder überrascht, herausfordert und inspiriert. Sculpture Now! bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Aktualität der Bildhauerei aus nächster Nähe zu erleben.
Noor Brandt, Bronze
What you see is what you get, und dann noch ein bisschen mehr
Als bildende Künstlerin realisiere ich figurative Bronzeskulpturen. Ausgehend von Tonskizzen lasse ich Mensch- und Tierfiguren entstehen, die die Essenz des Themas einfangen. Die endgültige Form gieße ich in Bronze. Meine Arbeit ist aufrichtig und direkt erkennbar, mit einer zusätzlichen Ebene, in der Bewegung, Maß, Form und Balance zusammen die Geschichte erzählen.
Charlotte Groutars, Stein
Alle meine Skulpturen sind ein Ausdruck von Emotion und Reflexion
Meine Skulpturen sind eine Suche nach Balance und Emotion. Mit Bronze, Stahl und vor allem Stein verleihe ich meinen Bildern durch abstrakte Formen eine kraftvolle und gleichzeitig verletzliche Ausstrahlung. Klare Linien, Sanftheit und Tiefe kennzeichnen meine Arbeit. Ich untersuche die Spannung zwischen Gegensätzen und fordere den Betrachter zur Reflexion und inneren Erfahrung heraus.
Paulien Ploeger, Keramik
In Ton suche ich die Balance zwischen Kraft und Verletzlichkeit
Meine Keramikarbeiten erforschen die Spannung zwischen Einfachheit und Vielschichtigkeit. Meine Objekte balancieren zwischen skulptural und funktional, mit Schwerpunkt auf Haut, Textur und Volumen. In den Formen suche ich sowohl Kraft als auch Verletzlichkeit. Ich möchte den Betrachter zu einem stillen, aufmerksamen Blick einladen, in dem Material und Raum zusammenkommen und sich neue Bedeutungen langsam entfalten.
200 Jahre Vereinsliebe
(20. Sep. 2025 – 15. März 2026)
Von Fanfaren bis Fußball – entdecken Sie die Kraft des gemeinsamen Tuns.
Vereine sind seit Jahrhunderten das pulsierende Herz von Zandvoort. Seit dem 19. Jahrhundert bringen Sportvereine, Musikkapellen, Theatergruppen und Rettungsbrigaden die Einwohner zusammen und sorgen für Zusammengehörigkeit, Engagement und Tradition. Das Zandvoorts Museum zeigt in der Ausstellung 200 Jahre Vereinsliebe, wie diese Vereine Generationen verbinden. Fotograf Anth(onie) Bakels hielt Anfang des 20. Jahrhunderts das reiche Vereinsleben fest; seine einzigartigen Fotos bieten einen besonderen Blick auf die Vergangenheit. Zusammen mit Objekten aus der Sammlung und Beiträgen zeitgenössischer Vereine entsteht eine farbenfrohe Geschichte über Verbundenheit: eine gemeinsame Vergangenheit, die noch immer inspiriert und die Richtung für die Zukunft weist.
- Erste Zandvoortsche Accordeonvereniging Übung macht den Meister
- Harmoniekapel Gegenseitige Hilfeleistung
- Harmoniekapel Paul Kruger
- Zandvoortse Hockey Vereniging (Z.H.V.)
- Toneelvereniging Auf Hoffnung des Segens
- Zangkoor Immanuel
- Kennemer Golf & Countryclub
- Kinderoperettekoor Jung Zandvoort
- Zandvoortsche Mond Accordeonvereniging M.A.V.Z. Exelsior
- Zangkoor Gegenseitige Hilfeleistung
- Gymnastiekvereniging O.S.S. Übung stärkt die Muskeln
- Voetbalvereniging T.Z.B. The Zandvoort Boys
- Voetbalvereniging Zeemeeuwen
- Voetbalvereniging Z.V.V. Zandvoortse Voetbal Vereniging
Panorama Zandvoort – The timeless sea (immer zu sehen)
In Anlehnung an die Ausstellung The Life of Memories präsentiert das Zandvoorts Museum den 360°-Film Panorama Zandvoort – The timeless sea.
Die zwölfminütige Projektion zeigt die Entwicklung von Zandvoort vom Fischerdorf zum Badeort. Bilder von Fischern, den Wanderungen von Kaiserin Sisi, den deutschen Bunkern in den Dünen und dem Aufkommen von Tourismus und Motorsport zeigen, wie der Ort sich im Laufe der Zeit geformt hat.
Wie in The Life of Memories steht das Erleben der Vergangenheit im Mittelpunkt. Der Film betont, wie sich Meer und Strand ständig verändern und gleichzeitig eine bleibende Kulisse für immer neue Generationen bilden.
Die Installation wurde mit dem Silver Screen Award (US International Film and Video Festival, 2020) ausgezeichnet und ist exklusiv im Zandvoorts Museum zu sehen.
Zandvoort Art (11. & 12. Okt. 2025)
Fünf Künstler stellen ab dem 20. September eines ihrer Werke in der ZM Passage des Zandvoorts Museums aus. Mehr von diesen Künstlern ist während und nach Zandvoort Art am 11. und 12. Oktober 2025 zu sehen. Über 100 Künstler zeigen ihre Kreationen an verschiedenen Orten in Zandvoort, in einer Route voller Malerei, Bildhauerei, Multimedia und Theater.
Im Zandvoorts Museum sind es die Künstler:
- Floran Béchard
Floran ist von klein auf kreativ, mit Leidenschaft für Ton, Zeichnen, Malen und Klavier. Inspiriert von Van Gogh und später von Gurney, Pancoast und Beksiński, begann er mit Ölfarben zu arbeiten. Bei DARA in Haarlem lernte er Porträtkunst. Sein Ziel: Kunst zu schaffen, die Schönheit, Geschichte und Bedeutung vereint. - Bodine Abraxmov
Bodine Ester Abramov (31), bildende Künstlerin aus Amsterdam, lebt seit 2022 mit Trigeminusneuralgie. Der Schmerz brachte sie näher an ihre Kunst. Im Jahr 2025 startete sie ein Triptychon über verletzliche Momente im öffentlichen Verkehr. Eine Mutter mit Kind wurde ihr erstes Bild: Ruhe und Verbundenheit inmitten städtischer Hektik. - Jan Gerber
Geboren 1957 entdeckte ich im Alter von 12 Jahren die Fotografie, zuerst mit einem einfachen Kodak-Kästchen, später mit einer Balgenkamera. Von der Idee bis zum ausgearbeiteten Plan erschaffe ich realistisch wirkende fiktive Welten, manchmal aus 80 Fotos aufgebaut. Meine Arbeit gewann viele internationale Preise. Enkelin Farah reist durch fünfzehn Jahre an Vorstellungskraft. - Jeffrey Heemskerk
Als bildender Künstler lasse ich mich von klassischer Kunst und der menschlichen Figur inspirieren. Ich suche nach zeitloser Schönheit in Form, Licht und Emotion. Meine Gemälde fangen Geschichten in alltäglichen Momenten und subtilen Haltungen ein. Der menschliche Charakter steht im Mittelpunkt: manchmal stattlich, manchmal verletzlich, aber immer erkennbar und echt. - Sam Bosch
Ich bin Sam Bosch, Künstler aus Haarlem mit einer Leidenschaft für klassischen Realismus. In meinen Porträts suche ich mehr als Ähnlichkeit: Ich möchte Persönlichkeit, Emotion und Seele einfangen. Mit einem Auge für Detail, Technik und Licht füge ich eine zeitgenössische Note hinzu, die sowohl mit dem Modell als auch mit dem Betrachter verbindet.