Strandfunde werden zu Kunst in Zandvoort
Ausstellung STRANDFOTO’S von Ellen van Dam eröffnet
Am 12. April 2026 wurde im Zandvoorts Museum die Ausstellung STRANDFOTO’S der Fotografin Ellen van Dam feierlich eröffnet. Die private Besichtigung wurde von der Interimsdirektorin Fokelien Renckens-Stenneberg vorgenommen. Auf die Eröffnung folgte eine persönliche Ansprache von Bert Schumacher, dem Ehemann von Ellen van Dam. Die Ausstellung ist vom 11. April bis zum 25. Mai 2026 zu sehen.
Vom Abfall zur Fantasie
Die Ausstellung zeigt faszinierende Bilder von scheinbar wertlosen Strandfunden: kaputte Objekte, angeschwemmter Müll und verwitterte Materialien. Im Werk von Van Dam erhalten diese eine neue Bedeutung. Ihre Fotografie dreht sich um Vergänglichkeit und Resilienz. Wie sie selbst sagt: „In meinen Fotos geht es darum, unterwegs Beulen abzubekommen, beschädigt, weggeworfen oder verloren zu sein und dennoch den eigenen Glanz zu bewahren.“
Ihre Arbeit knüpft an das an, was auch als Upcycling Art bezeichnet wird: Kunst, die aus Wiederverwendung und Transformation entsteht.
Entstanden an der französischen Küste
Die Basis für diese Serie liegt in Trouville, Normandie, wo Van Dam begann, Steine und Treibholz zu fotografieren. Dicht am Boden, oft kauernd an der Wasserlinie, entwickelte sie eine intensive Art des Sehens. Zurück in Haarlem setzte sie diese Arbeitsweise fort und konzentrierte sich auf angeschwemmte Objekte wie Gummi-Arbeitshandschuhe.
Direkt ins Museum
Auffallend ist, dass Van Dam den traditionellen Galerieweg übersprang. Ihr Werk wurde zu Hause entdeckt und schnell als „museumswürdig“ eingestuft. Ein früheres Foto, GEVALLEN MAAN, war bereits im Kunstmuseum Den Haag während der Zomerexpo 2011 zu sehen.
Betrachten ohne Erklärung
Die Ausstellung lädt die Besucher dazu ein, die Werke ohne Erläuterung zu betrachten. Es wurden bewusst keine Bildunterschriften angebracht. Van Dam möchte, dass die Bilder unmittelbar erfahren werden — als stille Momente von Licht, Meer und Zeit.
Mit STRANDFOTO’S beweist Ellen van Dam, dass Schönheit oft im Alltäglichen verborgen liegt — und sogar in dem, was weggeworfen wurde.