Jan Visser – Junge Frau in der Blauen Straßenbahn

(Ständige Sammlung)

Die Reise mit der Straßenbahn

von Hans Konijn

Blaue Straßenbahn Jan Visser Junge Frau in der Blauen Straßenbahn (Jan Visser, ca. 1955)

Anonyme Frau

Am 14. November 2007 erhielten wir eine Schenkung eines Gemäldes von C.H. Willemse. Das Gemälde wurde um 1955 von Jan Visser gemalt und stellte eine lesende Frau in einem Abteil der Straßenbahn dar. Die Straßenbahn befand sich vermutlich auf der Strecke Haarlem – Zandvoort (v.v.). Auf der Rückseite des Gemäldes stand der Name: Eline, weshalb lange Zeit angenommen wurde, dass dies der Name der Frau sei. Im Februar 2020 las ich im Internet über eine gewisse Eline Visser, die Enkelin des Malers. Aus der folgenden E-Mail-Korrespondenz wurde deutlich, dass sie nicht wusste, wer die Frau auf dem Gemälde sein sollte. Sie erzählte: „Der Grund, warum es meinen Namen trägt, hat höchstwahrscheinlich mit der damaligen Aufteilung der Gemälde meines Großvaters zwischen meinem Halbbruder, meiner Halbschwester und mir zu tun. Das Gemälde selbst kenne ich nicht. Die Dame auf dem Gemälde ist mir ebenfalls unbekannt. Meine Mutter wurde 1939 geboren, und die erste Frau meines Vaters ist es auch nicht.“

Modell C. Martin – van Schie

Jan Visser Atelier mit Modell Frau C. Martin Van Schie Jan Visser in seinem Atelier mit Modell Frau C. Martin – van Schie (ca. 1955)

Im Januar 2026 erhielt ich eine Notiz von einer Mitarbeiterin am Empfang des Museums. Ich sollte eine Frau anrufen, die etwas über das Gemälde von Jan Visser wusste. Diese Frau, Frau A. van den Bogaert, erzählte mir, dass sie über Facebook ein Gemälde im Zandvoorts Museum gesehen hatte, auf dem sie ihre Mutter erkannte. Es war die Frau in der blauen Straßenbahn. Ihre Mutter, Frau C. Martin – van Schie, war Visser in der Straßenbahn begegnet. Er war so beeindruckt, dass er sie bat, Modell zu stehen. Frau Martin – van Schie wohnte damals in Bentveld und fuhr oft mit der Straßenbahn zur Arbeit. Vom Modellstehen gibt es noch einige Fotos, die die Identität der Frau auf dem Gemälde bestätigen können. Die junge Frau in der „Blauen Straßenbahn“ hat nun einen Namen. Wie wunderbar das sein kann.

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