Zandvoort hat schon immer viel Platz für Kinder geboten, die es weniger gut hatten und oft unter ärmlichen Bedingungen an anderen Orten lebten. Bereits zuvor erwähnten wir Dr. Tichelaar, der Kinder aus Amsterdam nach Zandvoort holte, damit sie Meer, Strand und Dünen genießen konnten. Vom späten 19. bis zum frühen 21. Jahrhundert gab es in Zandvoort mehrere Standorte, an denen Kinder untergebracht wurden, wie zum Beispiel Kijkduin und Groot Kijkduin in der Kostverlorenstraat, Groot Kijkduin in der Van Speijkstraat, das Haarlems Kinderhuis in der heutigen Thorbeckestraat (Standort Wasserturm), die Poststraat (Poshuis), Sterre der Zee und die Amsterdamse Vakantiekolonie, ebenfalls in der Kostverlorenstraat. Letztere blieb am längsten in Betrieb, wenngleich sich das Konzept der Unterbringung hin zum betreuten Wohnen gewandelt hatte. Das Museum bewahrt diverse Erinnerungen an die Kinderheime auf. So besitzt es die silberne Kelle, mit der 1901 symbolisch der Grundstein für das Haarlems Kinderhuis gelegt wurde, sowie mehrere Becher des Kinderhuis Zandvoort. Darüber hinaus gibt es verschiedene Fotos der Gebäude sowie der Kinder und Mitarbeiter, die über mehr als 100 Jahre hinweg die Häuser für längere oder kürzere Zeit bewohnten.
In Zandvoort gibt es keine Kinderheime mehr. Offensichtlich besteht kein Bedarf mehr an einem fröhlichen und unbeschwerten Urlaub für minderbemittelte Kinder. Das ehemalige Gebäude der Amsterdamse Vakantiekolonie in der Kostverlorenstraat wurde inzwischen in Appartements für wohlhabende Menschen umgewandelt.