Mit dieser Faltenlegemaschine aus dem späten 19. Jahrhundert konnten Stoffe schnell und gleichmäßig gefaltet werden. Beheizte Metallelemente wurden in die Walzen eingesetzt, woraufhin der gestärkte Stoff mit einer Kurbel durch die Maschine geführt wurde. Das Ergebnis war ein straffes und regelmäßiges Faltenmuster. Maschinen dieser Art spielten eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Kleidung und Kopfbedeckungen, bei denen plissierte Stoffe sehr beliebt waren. Die Maschine veranschaulicht, wie technische Innovationen die Hausarbeit und die handwerkliche Produktion in einer Zeit veränderten, in der die Mode eine immer größere Rolle spielte.
Die Frauen in den Küstendörfern hatten ihre eigenen Traditionen hinsichtlich der Kleidung und des Tragens der dazu passenden Kopfschmuckstücke. Dies galt auch für die Frauen aus Zandvoort. Auf dem Kopf trug die Frau eine gefaltete Spitzenhaube, unter der oft noch eine schwarze Unterhaube getragen wurde. Darunter trug sie einen silbernen oder goldenen Ohrring, der mit zwei goldenen Büchlein versehen war, an denen goldene Glöckchen hingen. Im Haar trug man goldene Haarnadeln. Da sich nicht jede Frau Gold leisten konnte, wurden auch Metall-Ohrringe mit nachgebildetem Goldschmuck getragen. Abgerundet wurde das Gesamtbild durch eine Blutkorallenkette um den Hals.