Im Jahr 1889 malte Hendrik Hulk die Ankunft der drei letzten Fischereischiffe aus Zandvoort, die damals noch im Einsatz waren. Diese Szene markiert das Ende einer jahrhundertealten Tradition, denn bereits um 1900 kam die Fischerei in Zandvoort endgültig zum Erliegen. Die meisten Fischer zogen nach IJmuiden, um dort ihren Beruf fortzuführen, während andere ihre Zukunft im schnell aufkommenden Tourismus suchten.
Gerade deshalb ist dieses Gemälde von besonderer historischer Bedeutung. Es hält einen der letzten Momente der Fischerei in Zandvoort fest und vermittelt ein einzigartiges Zeitbild eines Berufsstandes und einer Dorfkultur, die kurz darauf für immer verschwinden sollten.
Hendrik Hulk wurde am 12. Mai 1842 in Amsterdam als Sohn des Marinemalers Abraham Hulk geboren, von dem er auch seinen ersten Malunterricht erhielt. Nach einer Kindheit in Enkhuizen ließ er sich in Haarlem nieder, wo er den größten Teil seines Lebens lebte und arbeitete. Er entwickelte sich zu einem vielseitigen Künstler, erlangte jedoch vor allem durch seine stimmungsvollen See-, Fluss- und Hafenansichten sowie durch Strandmotive entlang der niederländischen Küste Bekanntheit.
Hulk arbeitete in einem realistischen Stil und legte dabei großen Wert auf die wechselnden Lichtverhältnisse, das Wasser und das Alltagsleben an und um die Küste. Zu seinen Motiven zählten unter anderem die Zuiderzee, die Spaarne, der Hafen von IJmuiden sowie die Strände von Zandvoort und Katwijk. Seine Werke wurden regelmäßig unter anderem in Amsterdam, Den Haag, Arnheim und Rotterdam ausgestellt und fanden auch bei ausländischen Sammlern großen Anklang.