In der niederländischen Presse taucht der Name des Barons erstmals 1918 auf, als in Den Haag eine geheime deutsch-englische Konferenz stattfindet. Nachdem er auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs verwundet worden war, arbeitete er bei der deutschen Botschaft, um Berichte über die in englischsprachigen Zeitungen veröffentlichten Kriegsnachrichten zu erstellen. Er nahm auch an der Geheimkonferenz teil, auf der zwischen den Kriegsparteien Vereinbarungen über die Behandlung von Kriegsgefangenen getroffen wurden, für den Fall, dass der Erste Weltkrieg ein Ende finden würde. Seine Erfahrung in englischsprachigen Ländern dürfte hier eine wichtige Rolle gespielt haben. Der 1882 geborene Baron war nämlich nach seinem Universitätsstudium nach Amerika gezogen, um sich in das Bankwesen zu vertiefen. 1910 ging er nach London, wo er mit Familienkapital eine eigene Bank gründete. Die Bank wurde während des Krieges von den Engländern als feindliches Vermögen enteignet.
Mit Hilfe seines Schwiegervaters, dem Bankier von Schwabach, gründete der Baron zum zweiten Mal eine Bank, diesmal in Amsterdam, wo nach dem Ersten Weltkrieg viele deutsche Banken eine Filiale eröffneten. Die Von der Heydt Bank vertrat unter anderem die finanziellen Interessen von Kaiser Wilhelm II., dem österreichischen Bundeskanzler Riedel, dem deutschen Gesandten beim Vatikan und jene von Freifrau von Pannwitz, die 1921 von Berlin aus in das Anwesen Hartekamp in Bennebroek zog.
In der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg war er als Bankier direkt an verschiedenen Banken in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz beteiligt, wo er auch Häuser besaß. Wenn er in den Niederlanden war, wohnte er über dem Museum Muluru.