Der Kostverlorenpark war um 1880 eine Vergnügungsstätte. Er lag südöstlich von Zandvoort und verfügte über ein Teehaus sowie einen Spielplatz. Um den Park zu betreten, benötigte man eine Eintrittskarte. Das letzte „Bomschuit“-Boot lag als Attraktion im Park. Im Zweiten Weltkrieg wurden in einem Teil des Parks Bunker errichtet, die nach Kriegsende als Ferienwohnungen vermietet wurden. Dies ist auch heute noch der Fall.
Modell des ehemaligen Wasserturms von Zandvoort, der 1913 erbaut wurde. Oben an der Außenseite des Wasserturms, in Richtung der vier Himmelsrichtungen, ist der Name „Turmac“ zu sehen, eine ehemalige Zigarettenmarke, die dort 1937 Werbung schaltete. Turmac war zudem Sponsor der angebrachten Uhrwerke. Neben seiner Funktion als Wasserturm beherbergte das Bauwerk auch einen Aussichtspunkt und ein Restaurant. Im Jahr 1943 wurde der Turm von den Besatzern mit Sprengstoff gesprengt. Eine silberne Nachbildung des alten Wasserturms wurde 1914 vom Silberschmied Jan van Dijk aus Hoorn angefertigt. Die Nachbildung wurde 1999 bei Christie’s von Simon Waterdrinker im Auftrag der Stiftung „Kunstcircus“ von Leo Heino erworben.
Der Dorfausrufer von Zandvoort hat eine jahrhundertealte Tradition. Er warnte alle, wenn die Fischkähne mit ihrem Fang am Strand anlegten, und verkündete, wenn der Bürgermeister etwas bekanntgeben wollte. Dazu schlug er auf einen „Klink“, einen Kupferdeckel. Bekannte Dorfausrufer waren Jacob Molenaar (de Puur), sein Sohn Floris Molenaar (de Bokkum), Jan Snijer und Klaas Zwemmer (de Zeebeer). Nach dem Zweiten. Weltkrieg wurde der Dorfausrufer nicht mehr benötigt. Es fanden jedoch weiterhin Wettbewerbe mit Dorfausrufern aus dem ganzen Land statt. Einer der bekanntesten Namen aus dieser Zeit war Klaas Koper.
Die Badkutsche wurde im Zuge der Gründung des Hotels „Groot Badhuis“ im Jahr 1828 eingeführt. Sie diente dazu, die Badegäste ins Meer zu fahren, damit sie dort unbeobachtet baden konnten. Später wurden die Badkutschen als Umkleidekabinen genutzt. Um 1930 gab es etwa 100 Kutschen. Das Fenster der hier ausgestellten Badekutsche stammt aus der Zeit um 1925.