
Sind heutzutage Kroon, Berg und Floor Molenaar bekannte Namen, wenn es um Fisch geht, so waren es früher Keur und Molenaar, die mit dem Handkarren an den Strand zogen, um an schönen Tagen ihre Ware an die Badegäste zu verkaufen. Keine leichte Aufgabe. Morgens musste der übervolle Handkarren mit schmalen Holzrädern durch den lockeren Sand auf den Strand geschoben werden, was erhebliche Muskelkraft kostete und oft nur mit Hilfe Dritter gelang. Einmal am Strand angekommen, bestimmte die Position des Fischverkäufers (oft in Begleitung seiner Ehefrau) die Vorder- und Rückseite des Wagens. Bei großem Andrang stand das Publikum oft in einem Kreis um den Karren. Der Verkäufer war verpflichtet, seinen Karren in regelmäßigen Abständen zu bewegen, um zu verhindern, dass er einen festen Standplatz einnahm. Sollten sein Fisch und seine sauren Gurken ausverkauft sein, musste er den Karren zurück zu seinem Lager schieben, um anschließend mit großer Mühe erneut den Strand aufzusuchen. Natürlich konnte die Konkurrenz davon profitieren. Oben sehen Sie ein Modell des Karrens von Piet Keur sr. (Piet de Bok). Er war bereits vor dem 2. Weltkrieg am Strand aktiv. Sein Sohn, Piet Keur jr. (ebenfalls Piet de Bok), übernahm nach dem Krieg den Betrieb seines Vaters.